Pressendrucke, Künstlerbücher

 

Liselotte Schwarz 1955

Der kleinen Häwelmann/ ein Märchen von Theodor Storm mit/ Holzschnitten von Liselotte Schwarz. Gesetzt in der Mittel Garamond von Liselotte Schwarz in der staatlichen Hochschule für bildende Künste in Hamburg Dezember 1955. Privatdruck.

Text von Theodor Storm. 12 Seiten fadengeheftetes Büttenpapier im Kartonumschlag mit 9 z. T. mehrfarbigen Original-Lithographien sowie einer zweifarbigen Lithographie auf dem Einschlagpapier vorn.

Lieselotte Schwarz, geb. Ackermann (* 1930 in Liegnitz, Schlesien; † 2003 in Wiesbaden) studierte 1952 bis 1956 freie Grafik, Malerei und Typographie an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Hamburg freie Graphik bei Prof. Willi Tietze, Malerei bei Prof. Willem Grimm und Typographie bei Prof. Richard von Sichowsky. In zweiter Ehe heiratet sie 1965 den Architekten Kurt Berger. Sie behält den Namen der ersten Ehe als Künstlernamen, da zu diesem Zeitpunkt schon eine Reihe von Büchern von ihr erschienen sind. Nachdem die Familie aus beruflichen Gründen 1965 nach Witten und 1968 nach Wiesbaden umzieht, erfolgt 1973 der Bezug des eigenen Hauses mit Atelier. Hier arbeitete Lieselotte Schwarz bis zu ihrem Tod als freie Malerin und Bilderbuchautorin.

 

Gertrud Boernieck 1994

Theodor Storm: Der kleine Häwelmann. Gertrud Boernieck. Köln 1994. (Unikat-Bücher.) StA: III 1043.

Künstlerbuch (Unikat) mit Kalligraphie auf verschiedensten Papieren, Pappen und Stoffen, die aufgeklebt und farbig übermalt wurden. Umschlag, Titelblatt und 15 fadengeheftete Seiten.

Gertrud Boernieck: Geboren 1931 in Köln. Lebt in Köln. 1946 bis 1949 Zeichen- und Malstudium. Nach der Heirat mit dem Maler und Grafiker Peter Boernieck und Arbeit in der Werbegrafik 1965 Wiederaufnahme der künstlerischen Arbeit. 1969 erste Beteiligung an der Jahresausstellung Kölner Künstler mit Ölbildern, später auch Kleinplastiken. Zusammen mit ihrem Mann werden im Handdruck zwei Bücher in kleiner Auflage gedruckt. 1991 entstehen die ersten Malerbücher. Dabei handelt es sich um Unikatbücher mit fremden, später auch mit eigenen handgeschriebenen Texten, wozu unterschiedliche Materialien, neben Büttenpapier auch Stoff, Wellpappe etc. verwendet werden. (http://www.bazart.de/Kunst/boernieck.htm)

 

Karl-Hans Bachmann 2007

Theodor Storm: Der kleine Häwelmann. Ein Märchen. Geschrieben und illustriert von  Karl-Hans Bachmann. 2007. StA: III 1191.

Handgeschriebenes Unikat auf 13 fadengehefteten Blättern mit 10 farbigen Illustrationen.

 

Gisela Mott-Dreizler 2013

Theodor Storm: Der kleine Häwelmann. Holzschnitte von Gisela Mott-Dreizler. Witzwort: Quetsche. Verlag für Buchkunst 2013.(67. Druck)

Text von Theodor Storm. 22 nichtpaginierte Seiten. Pressendruck; Farbig bedruckter Pappband im Schuber37 x 24 cm.; 44 ganzseitige Farbholzschnitte mit integriertem Text. Die Holzschnitte füllen die gesamten Seiten aus und bilden sowohl ganzseitige Illustration als auch Untergründe für den von Klischees gedruckten Text.

Gisela Mott-Dreizler (* 1941 in Riesa), 1960 Abitur in Düsseldorf 1960-63 Studium an der Kunstakademie Karlsruhe bei Prof. Meyboden, 1963-69 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Berlin, ab 1969 Meisterschülerin bei Prof. Stabenau, ab 1970 freischaffende Künstlerin in Berlin, 1971-73 Studienaufenthalt in Mexiko, ab 1993 freischaffende Künstlerin in Witzwort, Nordfriesland. Der Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum 2002 wurde an die Künstlerin Gisela Mott-Dreizler und den Drucker Reinhard Scheuble verliehen. Die beiden in Witzwort lebenden Künstler haben den Preis für ihr Projekt eines Pressendrucks von Storms Novelle „Pole Poppenspäler” erhalten.