Postgeschichte Schleswig-Holstein  

 

Brief von Kiel nach Hamburg, 22.6.1862

 

  

Fa. Sievers an Herren Knauer & Eckmann/ Hamburg, frankiert mit Dänemark Nr. 7, 4 skilling (ohne Punkt hinter R), orangebraun; Dreiringstempel 170 (Kiel Bahnhof) und Kreisstempel KIELER BAHNHOF/ 12/6; rückseitig Einkreisstempel des dänischen Postamts in Hamburg K.D.O.P.A HAMBURG 22/6/ 3-4.

 

Kiel liegt an der gleichnamigen Förde an der Ostsee, dieser Lage hat sie auch die Gründung und planmäßige Anlage im 13. Jahrhundert durch den Schauenburger Grafen Adolf IV von Holstein zu verdanken, denn damals war dies der einzige Zugang Holsteins zur Ostsee. Nördlich von Kiel saßen die Dänen und das Gebiet östlich der Stadt wurde zu der Zeit noch von slawischen Stämmen besiedelt. Kiel hatte zwar zu Gottorfer und Dänischer Zeit einige Bedeutung als Sitz der Christian Albrecht Universität (1665 gegründet), als Endpunkt des Eiderkanals (1784 fertiggestellt) und als Fährhafen ins Königreich (insbesondere nach Fertigstellung der König-Christian VIII Ostsee bahn im Jahr 1844), zur Großstadt entwickelte sich Kiel aber erst unter preußischer Herrschaft, denn die Preußen bauten Kiel zu ihrem Ostsee-Marinehafen aus (vorher Danzig). (Wikipedia)

Postalisch tritt Kiel erstmals 1694 in Erscheinung, es besteht eine Postexpedition. Bereits vor 1699 wird diese zum Briefpostkontor erhoben und ab 1762 ist es Brief- und Paketpostkontor. Vom 24.3.1848 an untersteht das Postkontor der Schleswig-Holsteinischen Landespost, am 15.4.1852 kommt es wieder unter dänische Posthoheit. Nach dem Einmarsch der Bundestruppen wird das dänische Postkontor am 6.1.1864 zum Schleswig-Holsteinischen Postamt.

Forum für Altpostgeschichte #91 11. Juni 2011 (DKKW)

 

Schon im 17. Jahrhundert bestand ein dänisches Postamt in Hamburg. Das Königlich Dänische Oberpostamt diente als Knotenpunkt für die Post ins Ausland.

 

Königliches Dänisches Oberpostamt in Hamburg, im Posthaus, Große Bleichen (1861)