Postgeschichte Schleswig-Holstein  

 

 Brief von Husum nach Flensburg 1861

 

Herrn H. Thamsen/ Flensburg; frankiert mit Dänemark Nr. 7, 4 skilling, (mit Punkt hinter R) orangebraun; dänischer Nummernstempel 31 (Husum) und Dokumentationsstempel BAHNHOF HUSUM/ 11/1/1861.

 

Rückseite: SLESV.P.SP.BUR I./ T1/ 11/1 und Eingangsstempel FLENSBURG/ 11/1/1861.

 

Der Brief wurde mit der am 25. Oktober 1854 eröffneten König Frederik VII. Südschleswigschen Eisenbahn von Husum nach Flensburg befördert.

Die Bahnstrecke führte von Tönning über Husum, Oster-Ohrstedt und Jübek nach Flensburg. Von Oster-Ohrstedt zweigte über Schleswig-Klosterkrug eine Strecke nach Rendsburg ab.

 

 

Husums erster „Englischer“ Bahnhof

 

Die Südschleswigsche Eisenbahn hieß richtig König Frederik VII. Südschleswigsche Eisenbahn. Im Volksmund wurde sie als Schleswigsche oder Englische Eisenbahn bezeichnet.

 

Der 1855 fertig gestellte „Englische Bahnhof“ in Flensburg

 

Bereits 1837 lag der Plan zum Bau einer Bahnlinie von Flensburg über Husum nach Tönning vor. Wie schon im Mittelalter sollte Husum erneut als „Westhafen“ genutzt werden. Ziel war es, im damalig dänischen Südschleswig eine Querverbindung zwischen dem Hafen Tönning an der Nordsee und der Ostsee mit einem Schiffsanschluss nach Kopenhagen zu schaffen, um Flensburgs Atlantik-Handel (Rum) und den Viehexport nach England zu stärken.

 

Vergl. dazu: Der Eisenbahnbau erschloss den ländlichen Raum. Die Frederik VII. Südschleswigsche Eisenbahn machte 1854 den Anfang. Zusammengestellt von Hanswerner Röhr.

Diese ausführliche Darstellung lässt sich als pdf-Datei unterfolgender Adresse herunterladen: http://www.husumer-stadtgeschichte.de/files/Eisenbahnbau.pdf