Postgeschichte Schleswig-Holstein  

 

Brief von Heide nach Ottensen über Altona, 15.7.1866

 

Chr. Hansen an Herrn/ C. A. Brodersen & Comp/ Ottensen/ pr Altona, frankiert mit Schleswig-Holstein Michel-Nr. 20, 1¼ Schillinge, braunpurpur, entwertet und dokumentiert mit Kreisstempel HEIDE/ 15 7/ 66, rückseitig Kreistempel HOLST.EB.P.Sp.B./ 15/7/ ZUG, Kreisstempel Holst.Eisenb.Postbureau 15/7/1866 sowie Kreisstempel ALTONA/ 15 7/66

 

 

 

Christian Hansen aus Heide bestellt in Ottensen Fisch und bittet, die Ware per Bahn nach Itzehohe zu befördern, von wo sie durch ein Fuhrgeschäft weiter nach Heide transportiert werden soll.

Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Post nach Heide über Itzehoe geleitet. Erst 1762 wurde in Heide eine untergeordnete Postexpedition eingerichtet, die im Jahr 1772 zum selbständigen Postkontor erhoben wurde. Wie alle holsteinischen Postkontore erhielt Heide am 1.7.1853 den dänischen Nummerstempel 117.

Erst im Jahre 1877 bekam Heide durch die Westholsteinische Eisenbahn-Gesellschaft mit dem Bahnhof Heide eine Eisenbahnverbindungen nach Neumünster und Tönning, die zum 1. November 1878 durch die Einbindung der Marschbahn um direkte Verbindungen nach Hamburg und zehn Jahre später direkt nach Husum erweitert wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt musste  das Stückgut von Hamburg und Altona per Bahn bis Itzehoe transportiert und von dort mit Pferdefuhrwerken weiterbefördert werden.

Im Jahre 1866 wurden auch Postsendungen von Heide nach Rendsburg noch über die Landstraße transportiert.