Postgeschichte Schleswig-Holstein  

Post in Schleswig-Holstein um 1800

Die Herzogtümer Schleswig und Holstein 1788

Das Postwesen in den dänischen Staaten stand im Jahre 1800 unter der Oberaufsicht eines eigenen Kollegiums, des königlichen Generalpostamtes in Kopenhagen. In den beiden Herzogtümern waren 45 Poststationen, mit 52 Postbedienten als Inspektor, Postmeister, Posthalter usw. beschäftigt.

Es gingen folgende Posten:

die schleswig-holsteinische fahrende Post von Altona und Hamburg bis Hadersleben in grader Richtung durch Holstein über Ulzburg, Bramstedt, Neumünstcr, Nortorf, Rendsburg, durch Schleswig über Schleswig, Flensburg, Apenrade. Mit derselben vereinigen sich mehrere Nebenposten. Sie ging nur einmal die Woche.
die wagriensche (Fehmarn) Post, zweimal wöchentlich zwischen Kiel, Altona und Hamburg über Preetz, Plön, Segeberg, Oldesloe, Ahrensburg und Wandsbek.
Die dithmarsische Post ging einmal wöchentlich zwischen Altona, Hamburg und Schleswig über Pinneberg, Elmshorn, Itzehoe, Meldorf, Heide, Lunden, Friedrichstadt und Husum.

 

           

Brief von Friedrichstadt nach Büsum vom 20. Dezember 1803: Sr Wohlehrwürden/ Dem Eh Pastor Haelsen/ zu/ Büsum in/ Norderditmarschen. Der Brief ist mit Rötelstift frankiert (frey Heide) mit ½ Schilling Courant. Unten steht der Absender: Ehlert.
Der Kandidat der Theologie H. Ehlert bewirbt sich um eine dort freigewordene Pastorenstelle und bittet darum, eine Probepredigt halten zu dürfen. Ehlert unterzeichnet seinen  Brief: H. Ehlert Theol. Candid. p.t. Hoffmeister bey den Kindern des Herrn Stadtsecretairs Beecks.

 

St. Clemens, Büsum

Büsum ist ein Hafenort an der Nordsee im Kreis Dithmarschen.