Postgeschichte Schleswig-Holstein  

 

Nachsendung mit Mängeln, 30.6.1867

 

Der Briefumschlag dieser Nachsendung weist zwei Besonderheiten auf. Der Tagesstempel des Aufgabepostamts war falsch eingestellt und die Briefmarke wurde zweimal entwertet.

Der Brief ist frankiert mit Herzogth. Schleswig 1½ Schilling, Michel-Nr. 18a; je zweimal gestempelt (Entwertungs-Stempel und Dokumentations-Stempel) Zweikreis-Stempel FLENSBURG/ 30 6/67/ 7-8V sowie NEUMÜNSTER/ 1 7/67/ 7-8V. Die 30 im Flensburger Stempel steht Kopf.

Adressiert ist er an: Herrn Heinrich Bertram/ Pr Adr Frau Hartw. Bertram/ Neumünster; dann gestrichen: Frau Hartw. Bertram/ Neumünster, danach neue Adresse: Herrn Siegfr. Paap/ in Rendsburg.

 

Auf der Rückseite der Absender: Flensburg, 29 Juni 67./W. Hanßen. Außerdem ein Zustellungshinweis sowie die Ausgabe-Stempel des Postamts Neumünster: 30/6 sowie des Postamts Rendsburg: 1/7.

Daraus ergibt sich, dass der Brief beim Postamt Flensburg am 30. Juni abgestempelt, vom Postamt Neumünster am selben Tag (ein Sonntag) ausgegeben und am 1. Juli erneut aufgegeben wurde. An diesem Montag gelangte er nach Rendsburg und wurde dort wieder ausgegeben.

Die Weiterbeförderung war ein kostenloser Service der Post; eine nochmalige Entwertung der Frankatur war aber unüblich.