Seminar für Deutsche Philologie 

 

Prof. Dr. Gerd Eversberg

 

Wintersemester 2012/13

Edieren und Kommentieren: Texte von Theodor Storm

 

Die Editionsphilologie beschäftigt sich mit der Herstellung und der Kommentierung von Texten. Ziel eine Edition ist die Veröffentlichung einer Ausgabe, mit der dem Leser ein zuverlässiger Text zur Verfügung gestellt wird. Der Herausgeber muss für die Herstellung eines von ihm edierten Textes eine Reihe von editorischen Entscheidungen treffen. Er ermittelt und bewertet die Vorlagen (Manuskripte, Typoskripte, Drucktexte) mit dem Ziel, die Textgeschichte zu rekonstruieren. Er vergleicht diese Vorlagen, berichtigt Textfehler, stellt einen edierten Text her und begründet seine Entscheidungen in einem editorischen Bericht.

Darüber hinaus erforscht der Herausgeber Quellen, Prätexte und Kontexte sowie historische und biographische Dokumente und verwendet dieses Material für seinen Kommentar mit dem Ziel, das Verständnis des Textes zu erleichtern beziehungsweise zu ermöglichen.

Am Beispiel von vier Textgattungen Theodor Storms werden einige Grundfragen der Editionsphilologie praxisorientiert erörtert; dabei sollen aktuelle Positionen und Perspektiven (z. B. zu Überlieferung, Textkritik, genetische Edition und Variantendarstellung) erarbeitet, diskutiert und auf ihre Praktikabilität hin überprüft werden. Die Beispiele stammen aus der praktischen Editionstätigkeit innerhalb der Storm-Forschung und umfassen auch laufende Projekte.

          ausgewählte Gedichte

          Kleinere Erzählungen: Sagen und Schwänke

          Novelle: Der Schimmelreiter

          Briefe: Verlagsbriefwechsel Westermann